Ihre Fragen - unsere Antworten zur Corona-Situation bei uns

Da die Corona-Situation aber ein dynamischer Prozess ist, richten wir uns immer wieder neu aus. Hier ist der aktuelle Stand der Dinge.

Liebe Angehörige unserer Bewohnerinnen und Bewohner,

wir verstehen, dass Sie sicherlich gerade besorgt um Ihre Angehörigen sind – zumal Sie sie nicht besuchen können, um zu sehen, wie es Ihren Lieben geht. Sie können versichert sein, dass wir alles tun, damit sich unsere Bewohner nach wie vor wohl bei uns fühlen.  Aber in der derzeitigen Corona-Situation spielt auch die Sicherheit eine große Rolle. Sicherlich ist es auch in Ihrem Sinne, dass wir zum Schutz der Bewohner einige Maßnahmen ergriffen haben. Zudem haben wir einige neue Alternativen zu den fehlenden sozialen Kontakten geschaffen. Beides stellen wir Ihnen hier vor. Da die Corona-Situation aber ein dynamischer Prozess ist, richten wir uns dementsprechend immer wieder neu aus.  

Können die Bewohner besucht werden? 
Ja, Besuche bei uns im Boni können wieder beginnen. Nacheinander werden die Treffen im Erdgeschoss unseres Hauses telefonisch organisiert. Für die Besuche gelten die wichtigen Hygiene-Vorschriften wie Tragen der Gesichtsmaske, Händehygiene, Abstand und dass höchstens zwei Besucher je Bewohner kommen dürfen. Bei Besuchen von bettlägerigen Bewohnern darf nur eine Person pro Besuch kommen. Nicht zuletzt ein wichtiger Hinweis: Wer zu Besuch kommt, muss gesund sein! Bitte achten Sie zum Schutze aller darauf, dass Sie sich gesund fühlen und selbst bei kleinsten Anzeichen einer möglichen Erkrankung auf den Besuch verzichten müssen.

Werden Gruppenaktivitäten im Wohnheim fortgeführt?
Die derzeit geltende „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus“ untersagt Veranstaltungen und Versammlungen. Daher ruht derzeit unser sonstiges Programm. Wir nutzen aber diese Zeit, um uns vermehrt persönlich um die Bewohner zu kümmern und ihnen individuelle Beschäftigungsangebote zu machen. Wir lesen vor, hören zu, schauen vorbei, wie es den Bewohnern geht und suchen alternative Beschäftigung und Unterhaltung. Zum Beispiel haben wir anstatt der gewohnten Martine einen Klavierspieler engagiert, der im Garten musiziert. Durch das geöffnete Fenster können die Bewohner vom „Logenplatz“ aus zuhören. Wir arbeiten weiter an solchen Alternativlösungen.

Finden derzeit gemeinsame Mahlzeiten im Wohnheim statt?
Nach der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus“ sind Versammlungen nicht gestattet. Eine gemeinsame Mahlzeit ist streng gesehen eine Art „Versammlung“. Daher verzichten wir sicherheitshalber auf sämtliche Zusammenkünfte – auch auf die gemeinsamen Mahlzeiten. Die Bewohner bekommen ihre Mahlzeiten derzeit als „Zimmer-Service“ gebracht.

Besteht die Möglichkeit, mit den Bewohnern in Kontakt zu treten?
Neuerdings haben wir auf jedem Wohnbereich ein Tablet mit eigenem Skype-Zugang. Wir gehen damit zu den Bewohnern, um Ihnen einen Austausch mit den Menschen, die ihnen wichtig sind, zu ermöglichen. So können sich die Bewohner mit Angehörigen live mit Bild und Ton unterhalten. Angehörige können die Bewohner selbstverständlich anrufen oder ihnen einen Brief schreiben. 

Welche Vorgaben gibt es (für Mitarbeiter), um das Infektionsrisiko in der Einrichtung möglichst klein zu halten?
Unsere Mitarbeiter versorgen die Bewohner in Dienstkleidung, so dass sie auf der privaten Kleidung keine Keime oder Viren von außen in die Einrichtung tragen. Es bestehen verschiedene Hygienemaßnahmen – im persönlichen Bereich der Mitarbeiter (wie z.B.  systematischen Händedesinfektion) ebenso wie im gesamten Umfeld (z.B. vermehrte Desinfektion von Handläufen, Türklinken, Arbeitsflächen, Hygienebereichen etc.). Die Mitarbeiter tragen im Kontakt mit dem Bewohnern selbstverständlich  Mund-Nasen-Schutz. Des Weiteren versorgen wir mit situativ angepasstem Tragen von Schutzbekleidung die Bewohner. Davon steht uns derzeit ausreichend zur Verfügung. Dadurch, dass wir einem Krankenhaus-Verbund angehören, haben wir seit jeher einen engen Austausch mit den Hygiene-Experten des Verbundes, den wir jetzt noch einmal mit Blick auf mögliche Corona-Infektionsgefahren intensiviert haben. Unsere Hygienefachkräfte sind zudem regelmäßig beratend im Haus und schulen nach den aktuellen Corona-Vorgaben die Mitarbeiter. Notwendige Maßnahmen leiten wir selbstverständlich umgehend ein.

Wie verhindern Sie, dass Bewohner sich (gegenseitig) anstecken?
Wir haben schon sehr früh in der Corona-Krise angefangen, uns neu zu organisieren, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Unter anderem wurden hierzu die Wohnbereiche als separate Organisationseinheiten umstrukturiert. Das bedeutet, dass sämtliches Betreuungs-und Pflegepersonal ausschließlich auf einem Wohnbereich tätig ist und bleibt. Auch die Bewohner sind derzeit an ihren Wohnbereich gebunden. Um wirklich sicher zu gehen, haben wir die Bewohner zudem gebeten, die Zimmer möglichst nicht zu verlassen. Wenn es zu Begegnungen kommt, wissen die Bewohner, dass es wichtig ist, einen Mindestabstand von zwei Metern zu halten. Die Mahlzeiten werden den Bewohnern derzeit von uns gebracht. Zudem erinnern wir freundlich an regelmäßiges Händewaschen. Die Bewohner reagieren übrigens wirklich sehr verständnisvoll auf die notwendigen Maßnahmen. Das erleichtert uns sehr! Dadurch, dass wir einem Krankenhaus-Verbund angehören, haben wir seit jeher einen engen Austausch mit den Hygiene-Experten des Verbundes, den wir jetzt noch einmal mit Blick auf mögliche Corona-Infektionsgefahren intensiviert haben. Unsere Hygienefachkräfte sind zudem regelmäßig beratend im Haus und schulen nach den aktuellen Corona-Vorgaben die Mitarbeiter. Notwendige Maßnahmen leiten wir selbstverständlich umgehend ein.

Wie wurden und werden die Bewohner über Maßnahmen informiert?
Wir informieren die Bewohner in persönlichen Gesprächen über Veränderungen, die ihrem Schutz vor einer möglichen Corona-Infektion dienen. Mitarbeiter aus dem sozialen Dienst und der Pflege übernehmen hierbei verantwortungsvoll diese Aufgabe. Fragen konnten im Gespräch direkt beantwortet werden. Bisher sind wir dabei auf erfreulich großes Verständnis gestoßen. Wir gehen sensibel mit Änderungen vor. Die Bewohner haben sich durch Unterstützung unsererseits gut damit arrangieren können.   

Haben die Bewohner Möglichkeiten, an die frische Luft zu kommen?
Ja, die Bewohner, die nicht im Isolierbereich sind, dürfen das Wohnheim verlassen, um in den Garten zu gehen. Allerdings schränkt die derzeit geltende „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus“ den Personenkreis, mit dem die Bewohner in intensiven Kontakt dabei treten, ein. Da wir sichergehen möchten, werden unsere Bewohner einzeln von einem Mitarbeiter des Wohnbereichs in den Garten begleitet. 

Unter welchen Bedingungen gelten Isolierungsmaßnahmen? 
Die Covid-19-Schutzverordnung schreibt Folgendes vor: „Wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein zielgerichteter oder intensiver Kontakt außerhalb der Einrichtung auch mit anderen Personen bestand, müssen die Bewohner und Patienten anschließend für einen Zeitraum von 14 Tagen den nahen Kontakt mit anderen Bewohnern und Patienten in der Einrichtung unterlassen.“ Das 14-tägige Kontaktverbot (Isolierung) ist nach Krankenhausaufenthalt, Sturzereignis, Röntgen, Bluttransfusion und Neuaufnahme zu befolgen. In dem Erlass heißt es außerdem: Die Einrichtungsleitung trifft die entsprechenden Vorkehrungen und kann dabei auch einseitig von bestehenden Verträgen zwischen der Einrichtung und den betroffenen Bewohnern und Patienten abweichen. Art. 104 Abs. 2 des Grundgesetzes bleibt unberührt. Die Einrichtungsleitung kann Ausnahmen von den Beschränkungen dieses Absatzes zulassen, wenn dies medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist.

Wie reagiert man aufgrund des Besuchsverbots auf die sozialen Bedürfnisse der Bewohner?
Da gemeinschaftlichen Aktionen laut Corona-Schutzverordnung nicht mehr stattfinden dürfen, entfällt auch die aufzuwendende Arbeitszeit für die Organisation und Durchführung dieser. Diese Arbeitszeit nutzen unsere Mitarbeiter nun, um die Bewohner persönlich zu besuchen und sich mit ihnen nach deren individuellen Wünschen zu beschäftigen. Und diese Abwechslung genießen die Bewohner derzeit sehr. Das Stundenkontingent für unseren Sozialdienst und die Alltagsbegleiter wurde zudem aufgestockt, so dass noch mehr Einzelbesuche möglich sind. Und natürlich haben die Bewohner auch den ständigen Kontakt zu dem Pflegepersonal, was auch die Betreuungsarbeit leistet. Sie können als Angehörige versichert sein: Wir lassen unsere Bewohner nicht allein! Sie liegen uns sehr am Herzen. 

Welche Maßnahmen wurden heute schon für den „Fall der Fälle“ ergriffen?
Wir haben bereits jetzt damit begonnen, alles so zu strukturieren, dass sich auch im Falle eines Ausbruchs die Verbreitung in Grenzen hält. Diese Grenzen sind zum Beispiel die bereits jetzt separatisierten Wohnbereiche, die nun eigene Funktionseinheiten mit festen, in sich geschlossenen Personenkreisen sind. Auch die Bitte an die Bewohner, möglichst auf ihren Zimmern zu bleiben, ist eine dieser Vorsichtsmaßnahmen. Ein Vorteil für uns ist sicherlich, dass wir einem Krankenhaus-Verbund angehören und seit jeher einen engen Austausch mit den Hygiene-Experten des Verbundes haben, den wir jetzt noch einmal mit Blick auf mögliche Corona-Infektionsgefahren intensiviert haben. Notwendige Maßnahmen können durch Rückgriff auf dieses Expertise umgehend und schnell eingeleitet werden. Weitere Möglichkeiten zur Vorbereitung auf den „Ernstfall“ werden aktuell noch geprüft. Sobald sich etwas Neues ergibt, informieren wir Sie.

Wie gehen Sie vor in Bezug auf COVID-19-Tests?
Grundsätzlich beobachten wir alle Bewohner auf Symptomatiken. Die Pflege setzt sich bei Bedarf sofort mit dem Hausarzt des Bewohners in Verbindung. Über die Notwendigkeit von Corona-Tests entscheidet das medizinische Personal nach den Vorgaben des Robert Koch Instituts (RKI) – das gilt für Bewohner wie Mitarbeiter gleichermaßen.

Was geschieht bei Covid-19-Verdacht bei Mitarbeitern?
Bei bestehenden  Covid-19-Verdacht Verdacht werden Mitarbeiter aus dem Dienst genommen und Maßnahmen (evtl. Tests) nach den Empfehlungen des RKI eingeleitet.

!! Sollten weitere Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns. Wir melden uns ggf. persönlich bei Ihnen oder nehmen diese dann an dieser Stelle auf. !!