18-03-2021 Brustkrebsfrüherkennung: Neues Biopsie-Gerät

Der Chefarzt der Klinik für Radiologie sucht nach Mikroverkalkungen im menschlichen Gewebe. Wertvolle Unterstützung leistet seit Februar eine neue, hochmoderne Stereotaxie-Einheit zum Aufspüren von Brustkrebs.

Ein Millimeter groß ist ein Stecknadelkopf. Nur ein Siebtel davon misst die „Größe“, der Jacques Beckman im Christlichen Klinikum Unna auf der Spur ist. Der Chefarzt der Klinik für Radiologie sucht nach Mikroverkalkungen im menschlichen Gewebe. Wertvolle Unterstützung leistet seit Februar eine neue, hochmoderne Stereotaxie-Einheit zum Aufspüren von Brustkrebs. „Wir suchen nach den kleinsten Gewebeveränderungen. Je eher wir sie sehen, umso besser können wir beurteilen, ob sich dort etwas zusammenbraut“, erklärt Jacques Beckman. Das neue Hightech-Gerät liefert extrem hochauflösende 3-D-Bilder der weiblichen Brust (die so genannte Tomosynthese) und kann hochpräzise Gewebe lokalisieren und entnehmen (Vakuumbiopsie). „So können wir schon erkennen, ob sich beispielsweise eine Verkalkung um 0,6 Millimetern vergrößert“, erklärt Beckman. Die Tomosynthese gelte derzeit als die führende Diagnostikmethode zur Früherkennung von Brustkrebs. Vorteil der neuen Stereotaxie-Einheit des italienischen Medizintechnik-Herstellers „Giotto“ ist neben der präzisen Bildqualität und damit besseren Früherkennung auch eine für die Patientinnen  angenehmere Behandlung. Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten wird im CKU die Biopsie in Bauchlage vorgenommen, so dass die Patientinnen nichts von dem Eingriff sehen können. Außerdem ist die geringere Strahlenbelastung ein weiteres Plus für die Frauen. Um auf diesem höchsten Stand der Technik bei der Brustkrebsdiagnostik zu sein, hat der Katholische Hospitalverbund Hellweg eine hohe sechsstellige Summe in die Hand genommen. „Gerade in diesen Zeiten, in denen Corona notgedrungen häufig im Vordergrund steht, ist es eine wichtige Investition im Kampf gegen Krebs“, betont Christian Larisch, Geschäftsführer des Hospitalverbundes.