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Damit leistet sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, ohne Kompromisse bei der Patientensicherheit.
Verzicht auf besonders klimaschädliche Narkosegase
Ein bedeutender Schritt war der vollständige Verzicht auf die Narkosegase Lachgas und Desfluran. Beide Substanzen zählen zu den klimaschädlichsten Narkosemitteln und besitzen ein vielfach höheres Treibhauspotenzial als Kohlendioxid. „Medizinische Qualität und Patientensicherheit stehen für uns immer an erster Stelle. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für kommende Generationen. Deshalb setzen wir dort konsequent auf nachhaltige Lösungen, wo dies ohne Einschränkung der medizinischen Versorgung möglich ist“, erklärt Chefarzt Torsten Quellenberg.
Die entsprechenden Versorgungssysteme wurden dauerhaft außer Betrieb genommen. Moderne und umweltfreundlichere Anästhesieverfahren haben die bisherigen Anwendungen vollständig ersetzt.
Rückgewinnung und Recycling von Narkosegasen
Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung eines innovativen Rückgewinnungssystem für das weiterhin eingesetzte Narkosegas Sevofluran. Mit dieser Technologie können bis zu 90 Prozent des verwendeten Narkosegases aufgefangen und dem Recyclingprozess zugeführt werden. Dadurch gelangen deutlich geringere Mengen des Wirkstoffs in die Atmosphäre. Die Maßnahme reduziert nicht nur Emissionen, sondern unterstützt auch einen verantwortungsvollen Umgang mit wertvollen Ressourcen.
Nachhaltigkeit auch bei Medikamenten
Neben den Narkosegasen richtet die Klinik ihren Blick auf den ressourcenschonenden Einsatz von Medikamenten. „Durch die Anpassung etablierter Narkosekonzepte und die Verwendung niedrigerer Konzentrationen konnten wir den Medikamentenverbrach weiter optimieren“, schildert Chefarzt Quellenberg. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Wirkstoff Propofol. Da sich dieser in der Umwelt nur langsam abbaut, wurden die klinikinternen Prozesse zur Anwendung und Entsorgung gezielt angepasst. „Jedes Medikament, das nicht unnötig verbraucht wird, schont Ressourcen und reduziert Umweltbelastungen. Nachhaltigkeit beginnt häufig bei vielen kleinen Entscheidungen im klinischen Alltag“, betont Quellenberg.
Verantwortung für Gesundheit und Umwelt
Mit den umgesetzten Maßnahmen gehört das Christliche Klinikum Unna Mitte zu den Krankenhäusern, die Nachhaltigkeit zunehmend als festen Bestandteil moderner Medizin verstehen. Die Klinik verfolgt damit das Ziel, eine hochwertige Patientenversorgung mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und Ressourcen zu verbinden.
„Gesundheitsschutz endet nicht an der Tür des Operationssaals. Wer Menschen langfristig schützen möchte, muss auch die Umwelt im Blick behalten. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen“, so Quellenberg.