Unnas Krankenhäuser planen die gemeinsame Zukunft

Konzentriert, ruhig und dennoch auf Hochtouren laufen die Gespräche über die geplante gesellschaftsrechtliche Zusammenführung der beiden Krankenhäuser der Kreisstadt Unna.

Wenn das Kartellamt die vorliegende Anfrage positiv beurteilt, kann bis Mitte kommenden Jahres eine Fusion stattfinden. Damit wäre der Weg frei für ein gemeinsames christliches Krankenhaus in Unna unter dem Dach des Katholischen Hospitalverbundes Hellwegs. Der Ausbau des medizinisch-pflegerischen Gesundheitsangebotes für die Bevölkerung in der Region kann damit voranschreiten.

Die Gespräche laufen seit Ende vergangenen Jahres intensiv, vertrauensvoll und in sehr vielen Bereichen. Dies betrifft in besonderem Maße die Ebene der Aufsichtsgremien sowie der Geschäftsführungen. Aktuell befinden sich die Vertreter des Evangelischen Krankenhauses Unna und des Katharinen-Hospitals mit den Vorbereitungen des Gesellschaftsvertrages auf der Zielgeraden. Auch ein gemeinsames ökumenisches Profil nimmt konkrete Formen an. Darüber hinaus haben ebenso Gespräche der Leitenden Ärztinnen und Ärzte, der Pflegedirektionen sowie der Mitarbeitervertretungen beider Krankenhäuser in jeweils sehr guter Atmosphäre stattgefunden.
Positive Signale für die künftige Zusammenarbeit kommen von der Stiftungsaufsicht der Evangelischen Landeskirche sowie dem Erzbistum Paderborn. Noch unklar ist derzeit die angefragte und entscheidende Stellungnahme des Bundeskartellamts. Diese Behörde muss zwingend Fusionen wie der in Unna geplanten zustimmen. Nach erfolgter Zustimmung des Kartellamtes kann die geplante Zusammenarbeit im sogenannten Konsortialvertrag festgeschrieben werden. Dies ist noch im 4. Quartal 2019 möglich. Ganz offiziell fusionieren die beiden Krankenhäuser dann Mitte des Jahres 2020.

Die Geschäftsführungen sowie die Aufsichtsgremien beider Häuser erwarten von dem Zusammenschluss eine verbesserte Wirtschaftlichkeit sowie die Weiterentwicklung von medizinischen Angeboten. Vor dem Hintergrund der steigenden Qualitäts- und Mengenanforderungen fordern Politik und Gesetzgebung aktuell und zukünftig verstärkt eine solche Zusammenarbeit ein.
Für die insgesamt rund 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Unnaer Krankenhäuser wird bei einer Fusion der soziale Besitzstand gesichert sein. Detailliertere Planungen, wie die vielfältigen Strukturen beider Häuser in allen Arbeitsbereichen zusammengeführt werden, erfolgen nach Unterzeichnung des Konsortialvertrages.

Die beiden Vorsitzenden der Aufsichtsgremien, Guido Ponto (Katharinen-Hospital/Hospitalverbund) und Klaus Moßmeier (EK Unna),  sowie die Geschäftsführer Dr. Dietmar Herberhold und Christian Larisch sind von dem eingeschlagenen Weg überzeugt und blicken optimistisch in die Zukunft: „Eine Fusion ist stets ein komplexer Prozess, insbesondere in unserem Fall, da wir mit der geplanten Entwicklung in NRW Neuland betreten. Bisher gibt es fast keine Vorbilder für eine wie bei uns geplante neue Struktur.“
Der Dank geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die sehr gute Unterstützung im Rahmen des laufenden Prozesses sowie für die hochqualifizierte Versorgung der Patienten in allen Bereichen der Krankenhäuser.