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Telefonaktion zum Welt-Inkontinenz-Tag 2018

Hilfe bei einem „verborgenen“ Problem

Für Betroffene ist es wirklich ein Tabuthema. Der plötzliche und ungewollte Verlust von Harn oder Stuhl löst nicht nur körperliche Probleme aus. Gerade seelisch leiden viele Patienten stark, verändern häufig den gewohnten Alltag, um „kritische“ Situationen zu vermeiden. Aufklärung ist daher mehr als wichtig. Denn: Hilfe bei Inkontinenz gibt es. In einer Telefon-Fragestunde am Dienstag 26. Juni, stehen Expertinnen und Experten des Katharinen-Hospitals in der Redaktion des Hellweger Anzeigers Rede und Antwort für viele Fragen, die Betroffene oder Angehörige zum Thema Inkontinenz haben.

Das Angebot steht im Zusammenhang mit dem Welt-Inkontinenz-Tag Ende Juni, der die Problematik in den Blick nimmt. Denn immer noch begeben sich viele der in Deutschland rund neun Millionen Betroffenen nicht in ärztliche Behandlung, sondern finden sich  irgendwie mit der  Krankheit ab. Dabei kann vieles getan werden, wenn Blase oder Darm nicht mehr ganz korrekt funktionieren.

„Für die meisten ist der Leidensdruck enorm. Der ganze Alltag ist beeinträchtigt“, wissen die Fachleute des Katharinen-Hospitals. Zu Ihnen zählen die Oberärztin der Klinik für Gynäkologie, Heidi Wortelmann, sowie Chefarzt Dr. Kunibert Latos, die Oberärzte der Klinik für Chirurgie, PD Dr. Sabine Kersting und PD Dr. Gerhard Leder, sowie Physiotherapeutin Maria Chronz. Sie arbeiten interdisziplinär vernetzt im Katharinen-Hospital gemeinsam mit weiteren Experten sowie der Urologie des Josefs-Hospitals in Dortmund. Die Arbeit des Zentrums wurde zuletzt ausgezeichnet: die Anerkennung als „Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum“ der Deutschen Kontinenz Gesellschaft erfolgte nach einem aufwändigen Zertifizierungsprozess.

Um die Ursache einer Inkontinenz von Blase oder Darm zu erkennen, gilt es zuerst, in einem persönlichen Gespräch die Vorgeschichte des Patienten und die Art seiner Beschwerden genau zu ermitteln. Zur weiteren Abklärung des Krankheitsbildes stehen im Katharinen-Hospital umfangreiche Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das therapeutische Angebot reicht von gezieltem Beckenbodentraining über medikamentöse Therapieformen bis zu operativen Verfahren. „Hier wurden in jüngster Vergangenheit neue OP-Techniken in Schlüssellochchirurgie gerade bei den sogenannten Senkungsproblemen eingeführt, die bei einem wirklich minimalen Eingriff sehr positive Prognosen ermöglichen“, schildert Oberärztin Heidi Wortelmann, die Koordinatorin des Beckenbodenzentrums ist.

Dabei gilt der Grundsatz: nicht-operative vor operativer Behandlung. Ist ein chirurgischer Eingriff doch notwendig, kommen aber bevorzugt die minimal-invasiven Methoden zum Einsatz.

Was Betroffenen Mut machen sollte: Zwei Dritteln aller Patienten kann laut Deutscher Kontinenz Gesellschaft allein mit einem Beckenbodentraining geholfen werden – unter physiotherapeutischer Anleitung und biofeedbackgestützt.

Im Rahmen der Telefon-Aktion zum Welt-Inkontinenz-Tag können sich Betroffene, Angehörige und medizinisches und pflegerisches Personal über Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten informieren. 

Dazu sind am Dienstag, 26. Juni, in der Zeit von 15 bis 16 Uhr folgende Telefonnummern freigeschaltet:

Tel 02303 – 202 - 246

Tel 02303 – 202 - 300

Tel 02303 – 202 - 400