Offener Brief

Einen offenen Brief zur Diskussion um den Gesundheitsstandort Soest haben die Vertreterinnen und Vertreter der Mitarbeiterschaft veröffentlicht.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu den Veröffentlichungen über die Fusion in Soest geben wir als Mitarbeitervertretung des Marienkrankenhauses Soest und als Betriebsrat der Mariengarten Servicegesellschaft, beigefügte Stellungnahme ab, die wir als Offener Brief auch in die Öffentlichkeit geben. 

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Mattern
Vorsitzender der Mitarbeitervertretung Marienkrankenhaus Soest

Sabine Gartke
Betriebsratsvorsitzende Mariengarten Servicegesellschaft Soest

 

Hier der Brief im Wortlaut:

Liebe Vertreterinnen und Vertreter des Soester Rates,
sehr geehrte Damen und Herren.
Als Mitglieder der Mitarbeitervertretung (MAV) des Marienkrankenhauses Soest und des Betriebsrates der Mariengarten Servicegesellschaft haben wir die Diskussionen hinsichtlich des Zusammenschlussvorhabens in den letzten Monaten intensiv und positiv begleitet. Über die aktuellen Entwicklungen sind wir daher enttäuscht. Die Kartellbehörde hat mit ihrer Information die bisher erdachten und erarbeiteten Chancen für eine positive und gemeinsame Entwicklung für den Gesundheitsstandort Soest ausgeschlagen.

Während es die Mitarbeitervertretungen als Betriebsrat (im KSS und in der Servicegesellschaft Mariengarten) und als kirchliche Vertretungen (MAV) geschafft haben, über die letzten anderthalb Jahre Gemeinsamkeiten heraus zu arbeiten, ist es nicht jedem politischen Vertreter und jeder Vertreterin gelungen, sich dieser neuen Zusammenarbeit zu öffnen. Zu hören waren die Mitglieder des Rates in Ausschuss- und Ratssitzungen, sowie zuletzt erneut in der örtlichen Presse nachzulesen. Nachvollziehbar war nicht alles, manches irritierend, mitunter waren wir wütend und verletzt.

Großes Unverständnis und eine weitere Enttäuschung ruft das aktuelle Verhalten beziehungsweise die Positionierung einzelner Vertreter des Rates bei unseren Kolleginnen und Kollegen hervor. Wir meinen, es ist nicht verwerflich Fähigkeiten aus Medizin, Pflege und Therapie mit betriebswirtschaftlichem Know-how zusammen zu führen. Nur so kann unter den Bedingungen der heutigen Zeit ein Gesundheitsstandort in Soest sinnvoll entwickelt und geführt werden. Mit Einnahmen, die wir gemeinsam erwirtschaften müssen (…denn wir haben keinen Geldgeber, auch nicht die Kirche…), investieren wir ausschließlich in unsere Versorgungsstruktur und in Personal. Das alles ist übrigens jährlich aktuell nachlesbar über das kommunale und kirchliche Haus unter www.bundesanzeiger.de

Die heutige Zeit ist im Marienkrankenhaus Soest und in der Servicegesellschaft übrigens sehr liberal, vielfältig, modern und zukunftsgerichtet. Wir arbeiten hier sehr gerne - mit immer mehr neuen Mitarbeitenden! Unsere Gemeinschaft ist getragen von verschiedensten gesellschaftlichen Lebensformen, Menschen mit unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten. Wir alle leben und arbeiten respektvoll und richtig gut miteinander. Wir sind uns bewusst, dass wir noch nicht alles entwickelt haben. Aber auch daran arbeiten wir weiter zusammen mit unserer Unternehmensleitung.

Im Übrigen sind wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Marienkrankenhaus auch Bürger dieser Stadt und Region, arbeiten und leben hier, setzen uns Tag und Nacht für die Patienten ein. Uns liegt außerordentlich daran, den Gesundheitsstandort Soest auch weiterhin bei Google finden zu können. Im Mittelalter gab es noch kein Internet. Wir haben es schon.

Sprechen Sie uns an, unser Unternehmen kennen zu lernen. Wir stehen Ihnen als Betriebsrat oder Mitarbeitervertretung gerne, fast zu jeder Zeit, zur Verfügung.