Ausstellung über starke Ordensfrauen

Im Mariannen-Hospital ist eine beeindruckende Foto-Ausstellung über den Orden "Dienerinnen der Armen" zu sehen.

Der Orden „Dienerin der Armen“ wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Ein wirklich guter Grund für das Mariannen-Hospital Werl, die Bilder der Autorin Brigitte Rühland über das Leben und Wirken der Ordensfrauen in einer eigenen Ausstellung zu zeigen. Dies gelingt über großformatige schwarz-weiß Fotos, die die vor 50 Jahren begonnene Arbeit der Gründerin des Ordens, Schwester Petra Mönnigmann, eindrucksvollen zeigen.

Die Geschichte hinter der Geschichte ist dabei sehr spannend. Ein Auszug aus dem Buch von Brigitte Rühland schildert dies:
„Gegen die Widerstände des Ursulinen Ordens in Werl verließ die Gymnasiallehrern Petra Mönnigmann OSU (geboren 1924 in Oelde) ihren Orden und Deutschland, um 1966 nach Indien zu gehen. Dort arbeitete sie für 3 Jahre bei der Caritas in Keral / Südindien. Die große Armut und Not der indischen Landbevölkerung konnte sie nicht untätig hinnehmen. Mutter Petra verspürte  Gottes Ruf in sich, den Armen zu dienen. Wie schwer dieser Anfang für sie war, schildert Mutter Petra in vielen Briefen. Sie litt unter den Strapazen des täglichen Lebens, aber auch unter seelischen Nöten, Einsamkeit und der Unfähigkeit, alle Not zu lindern. Der Satz ,Ein Schritt genügt‘ von H.J. Newman (1801-1890) tröstete und ermutigte sie aber immer wieder. 1969 gründete sie in Pattuvam / Kerala mit 8 jungen Frauen den Orden „Dina Sevana Sabbah - Dienerinnen der Armen“ mit dem 4. Gelübde den Armen zu dienen.“

Der Kontakt zur Autorin Brigitte Rühland entstand über Douglas Wosnitza, der in Werl lebt und aus Indien stammt. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, die eindrucksvolle Ausstellung zu zeigen.

Für das Mariannen-Hospital ist die Verbindung zum Orden zudem auch ganz persönlich. Seit knapp zwei Jahren arbeitet Schwester Vincy Kachapilly im Haus als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Sie gehört dem Orden an. Es ist für uns deshalb Freude und von Bedeutung zugleich, diese wertvolle Arbeit zu zeigen. „Denn es zählt im Leben doch immer die Verbindung zu den Menschen, die uns prägt und ausmacht“, so Pflegedienstleiterin Rita Diers.